Frankfurter Flughafen Neues Terminal 3 könnte teurer werden

Frankfurt/Main · Wegen Verzögerungen beim Bau des neuen Terminals 3 am Frankfurter Flughafen drohen der Betreibergesellschaft Fraport höhere Kosten.

 Wegen einer längeren Planungsphase rechnet der Konzern erst im Jahr 2023 mit der Inbetriebnahme.

Wegen einer längeren Planungsphase rechnet der Konzern erst im Jahr 2023 mit der Inbetriebnahme.

Foto: dpa

"Durch die verlängerte Prüfphase befinden wir uns nach derzeitigem Stand am oberen Ende des geplanten Kostenkorridors zwischen 2,5 und 3 Milliarden Euro oder leicht darüber", sagte ein Sprecher am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Fraport rechne nun mit höheren Baunebenkosten.

Der Betreiber des größten deutsche Flughafens hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass das geplante dritte Terminal in Frankfurt voraussichtlich ein Jahr später in Betrieb gehen wird als bisher angestrebt. Wegen einer längeren Planungsphase rechne der Konzern erst im Jahr 2023 mit der Inbetriebnahme. Bisher hatte Fraport 2022 angepeilt.

Ganz sicher ist auch der spätere Eröffnungstermin nicht, wie der Sprecher sagte: "Wirklich valide ist der Termin erst, wenn die Prüfphase abgeschlossen ist." 2023 sei ein voraussichtlicher Eröffnungstermin.

Der Flughafenbetreiber nimmt sich mehr Zeit, um im Detail zu prüfen, ob es bei den einzelnen Baumaßnahmen für das Terminal 3 Widersprüche gibt, die sich vor den Arbeiten ausräumen lassen.

Der Abschluss der Detailplanungen werde sich dadurch bis Mitte 2017 ziehen. "Wir werden dabei überaus sorgfältig vorgehen und uns deshalb auch die Zeit nehmen, die notwendig ist, um die Qualität der Planung weiter zu erhöhen", hatte Konzernchef Stefan Schulte erklärt. "Jeder Monat, der in diese Phase investiert wird, zahlt sich später doppelt und dreifach aus."

(dpa)
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