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Fortuna Düsseldorf
Meier: "Ich war sauer"

Fortuna feiert Weihnachten FOTO: rpo, Falk Janning

Nürnberg. "Das war nicht das, was uns sonst auszeichnet" – Fortunas Trainer Norbert Meier übte nach der 0:2-Niederlage seiner Mannschaft beim 1. FC Nürnberg Kritik. Meier machte nach dem Spiel Mängel in der Laufbereitschaft und im Zweikampfverhalten aus. "Wir haben zudem viel zu früh im Spielaufbau die Bälle verloren und die Nürnberger zu Kontern eingeladen."

Nürnbergs Sebastian Polter hatte nach 27 Minuten die Führung für den "Club" besorgt, nachdem auf der linken Seite Axel Bellinghausen, Johannes van den Bergh und Innenverteidiger Adam Bodzek gepatzt hatten.

Meier war in der Kabine richtig laut geworden. "Ich war sauer", berichtete der Coach: "Hat man mich gehört?" Meier kritisierte das taktische Fehlverhalten seiner Jungs. "Finki ist viel zu früh vom gegnerischen Tor weggerannt statt zu stören", sagte er. Auch mit Ken Ilsö und Robbie Kruse war er nicht zufrieden. "Ken ist bis hinter unsere Sechser gerannt, um sich die Bälle zu holen. Robbie ist zu sehr auf die Außen ausgewichen."

Dem Australier habe man die verletzungsbedingte Pause angemerkt, meinte Meier. Mit Wiederbeginn agierten seine Schützlinge verbessert, entwickelten mehr Druck auf das Nürnberger Tor. Herumreißen konnten sie das Steuer aber trotz einiger guter Chancen nicht mehr. Dani Schahin und Andreas Lambertz vergaben noch gute Ausgleichsmöglichkeiten.

Der Trainer trauerte der großen Torchance hinterher, die Axel Bellinghausen in der ersten Halbzeit beim Stande von 0:0 hatte. Düsseldorfs Flügelflitzer hatte das Spielgerät freistehend aus elf Metern über das Tor geballert. "Den wunderbaren Konter haben wir nicht gewinnbringend abgeschlossen", sagte Meier. Er machte Fortunas Publikumsliebling aber keinen Vorwurf. "Axel darf mal einen verknallen, kein Problem. Aber das Spiel wäre in eine komplett andere Richtung gegangen, wenn er den gemacht hätte."

An diesem Tag hätten nicht alle seine Spieler ihre Normalform erreicht, meinte Meier, der seine Truppe nach dem trainingsfreien Montag auf die letzten beiden Aufgaben des Jahres vorbereitet: Am Samstag geht es in der Meisterschaft gegen Hannover 96 und drei Tage später im Pokal zu den Offenbacher Kickers.

(seeg/das/areh/csi)
 
 
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