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Borussia Mönchengladbach
Vermummte tauchen vor Gladbacher Fankneipe auf

Dutzende Fans verließen frühzeitig die Nordkurve. FOTO: Dirk Päffgen

Mönchengladbach. Es herrschten Irritiationen, als Dutzende Fans in Nordkurven-Block 16 bereits um die 70. Minute das Stadion verließen. Ultra-Gruppierungen und weitere Fanklubs packten zudem ihre Fahnen ein. Was war passiert?

Während des Bundesligaspiels Borussia Mönchengladbach gegen den FC Bayern haben sich vor einer Fankneipe in Hehnerholt, etwa zwei Kilometer vom Borussia-Park entfernt, 30 bis 40 dunkel gekleidete und zum Teil vermummte Personen versammelt. Wie die Polizei gestern unserer Redaktion bestätigte, soll es zu Sachbeschädigungen im Eingangsbereich gekommen sein. Zudem gebe es Zeugen, die den Geruch von Reizgas vernommen haben. Deshalb ermittelt die Polizei wegen Sachbeschädigung und schwerer Körperverletzung. Quellen aus Fankreisen berichten, dass die Vermummten der Szene des 1. FC Köln zuzuordnen seien, wo Borussia am 8. April zu Gast sein wird.

Laut Polizeisprecherin Isabella Hannen war es gegen 19 Uhr zu den Unruhen an der Fankneipe gekommen. Ungefähr zur selben Zeit wurden in der Nordkurve Fahnen eingerollt, Dutzende Fans aus Block 16 verließen vorzeitig das Stadion. Ob sie Wind bekommen hatten von den Vorgängen an der Fankneipe, ist bei der Polizei nicht bekannt. Als die Ordnungshüter in Hehnerholt eintrafen, seien die Vermummten nicht mehr da gewesen. Im Lokal hätten sich rund 40 bis 50 Gladbach-Anhänger befunden. Ob sich darunter Ultras oder Fans mit Stadionverbot befanden, konnte die Polizeisprecherin nicht sagen. Im Lokal hätte niemand Anzeige erstattet, dies habe die Polizei von Amtswegen in die Wege geleitet.

An dem Lokal war im Eingangsbereich ein Sprossenglas beschädigt worden. Mehr ist nicht passiert, was in diesem Fall ebenso eine Nachricht ist, da besonders in den sozialen Netzwerken nach dem Spiel die Gerüchteküche brodelte. Von einem Einbruch in einen Fahnenraum der Ultras (den es nach Angaben des Fanblogs "Mitgedacht" in dieser Form gar nicht mehr gebe) bis hin zu Schwerverletzten nach einer Schlägerei war die Rede. All das kann die Polizei nicht bestätigen, und auch aus Kreisen der Ultras ist es gegenüber unserer Redaktion dementiert worden

(jaso/gap)
 
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