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Borussia Mönchengladbach
Hecking denkt gegen Dortmund offensiv

Die Hecking-Tabelle FOTO: dpa, awe hak

Mönchengladbach. Am Samstag (18.30 Uhr/Live-Ticker) gastiert Borussia Dortmund bei der Namenscousine in Mönchengladbach. Noch immer ist der Angriff auf den BVB-Bus vor dem Champions-League-Hinspiel gegen AS Monaco vergangene Woche Dienstag ein Thema.

Zumindest bei vielen. So sagt Gladbachs Manager Max Eberl: "Ich hoffe, dass wir trotz einiger Vorkommnisse in der Vergangenheit eine großartige Stimmung im Stadion haben werden. Dass die Leute, die ins Stadion kommen, den Dortmundern vor dem Spiel den Respekt entgegenbringen, den sie verdient haben, dadurch, dass sie sich diesem Terrorangriff entgegengestellt haben." Er ergänzt: "Ab 18.30 Uhr sollen sie aber uns anfeuern."

Einer, der das Thema "Angriff auf den BVB-Bus" lieber den Experten überlässt, die mit der Aufklärung des Falles zu tun haben, ist Borussias Trainer Dieter Hecking: "Die, die nicht da im Bus gesessen haben, können das nicht beurteilen, wie schwer das ist. Ich möchte da kein Urteil zu abgeben wollen."

Dagegen kann er viel mehr die Qualität des Gegners beurteilen: "Gerade das Offensivspiel von Dortmund ist brandgefährlich mit den Typen, die sie haben. Man hat in Monaco gesehen, wie viel frischen Wind beispielsweise Ousmane Dembélé nach seiner Einwechslung gebracht hat. Über Marco Reus müssen wir nichts sagen, den kennen wir alle sehr gut. Dazu noch Pierre-Emerick Aubameyang - das ist schon eine Aufgabe, die auf uns zukommt."

Raffael fällt weiter aus

Fehlen werden ihm weiterhin die verletzten Tony Jantschke, der seinen Vertrag gerade bis 2021 verlängert hat, Raffael, Christoph Kramer, Fabian Johnson, Marvin Schulz und Mamadou Doucouré. Der Einsatz von Thorgan Hazard ist wegen Knieproblemen zumindest fraglich.

Obwohl es zuletzt bei der TSG Hoffenheim fünf Gegentore bei der 3:5-Niederlage gab, will Hecking auch gegen den BVB nicht defensiver agieren lassen: "Wir müssen das Spiel gegen Hoffenheim rückblickend in den Fokus nehmen. Wir können alle fünf Tore durchgehen. Das erste hätte nicht zählen dürfen, das zweite müssen wir uns ankreiden, das dritte ist im Vorfeld kein Freistoß, das vierte ein Weitschuss, der in den Winkel geht, und das fünfte eines, das unserem Spiel geschuldet war, weil wir das 4:4 wollten. Ich glaube nicht, dass wir zu offensiv eingestellt waren. Wir müssen auf Sieg spielen, um Punkte einzufahren. Beton anzurühren ist der falsche Weg." Und weiter: "Ich bin kein Freund davon, zu sagen: Nur weil Dortmund mit einer herausragenden Offensive kommt, stellen wir uns hinten rein und warten, was passiert. Wenn man etwas erreichen will, muss man auch offensiv denken."

Und so ist es auch für Eberl "Zeit, Punkte zu sammeln, um am Ende das bestmögliche Ergebnis zu erzielen". Denn da geht es für Gladbach weiterhin um einen Platz in einem europäischen Wettbewerb. Das dürfte dann auch das übergeordnete Thema sein.

 
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