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Borussia Mönchengladbach
Es geht weiter mit Team 1a und Team 1b

Tag drei im Trainingslager FOTO: Dirk Päffgen

Die heiße Phase des Winter-Trainingslagers in Marbella ist angebrochen. Der Montag ist vor den Testspielen am Dienstag bereits der letzte reine Trainingstag. Dieter Hecking kann auf alle Profis zurückgreifen, die mitgereist sind.

"Klatsch!" – das ist am Montagvormittag ein wichtiges Wort gewesen auf dem Trainingsplatz. Dieter Hecking ließ jeweils eine Elf gegen zehn rote Aufstellmännchen spielen. Zunächst lief es nicht ganz nach dem Geschmack des 52-Jährigen. "Das ist zu zäh heute Morgen", rief er und fragte Christofer Heimeroth, nachdem ein paar weite Schläge nicht angekommen waren: "Was ist los, Langer?" Aber dann war nach einer halben Stunde auch in der fünften Einheit von Marbella wieder der "Zug drin", der in diesen Tagen so oft zitiert wird.

"Klatsch!", war oft zu hören, wenn Josip Drmic den Ball ablegte und in die Tiefe sprintete. "Das ist prädestiniert für Borussia Mönchengladbachs Spielweise", sagte Hecking im Interview mit unserer Redaktion. Drmic, der 2016 mit einem Knorpelschaden acht Monate ausfiel, ist Anfang 2017 einer der Borussen, die es besonders zu beobachten gilt. 

Seit Samstag setzt der Trainer konsequent auf die gleichen Elf-Mann-Formationen. Gewechselt wird bislang nur bei dieser Aufstellung: Sippel/Heimeroth - Rütten, Christensen, Doucouré/Ndenge - Korb, Kramer, Bénes, Wendt - Hazard, Hofmann, Simakala/Sow. 

Die andere Elf lässt Hecking in den Übungsformen auf dem großen Feld durchspielen: Sommer - Jantschke, Vestergaard, Kolodziejczak - Hahn, Strobl, Dahoud, Schulz - Stindl - Drmic, Raffael. 

Wäre das am 21. Januar in Darmstadt die Startelf, würde wohl niemand die Nase rümpfen. In Andreas Christensen, Oscar Wendt und Thorgan Hazard absolvieren momentan drei prominente Akteure die Übungen im Team 1b.

Borussia ist triliangual unterwegs: Deutsch dominiert mit weitem Abstand, aber Englisch ist wie in den meisten Schule erste Fremdsprache. "Again!", rief Hecking am Vormittag Doucouré zu, nachdem der sein "Nochmal!" augenscheinlich nicht verstanden hatte. Die zweite Fremdsprache ist Französisch: Thorgan Hazard und Yann Sommer kümmern sich besonders um Zugang Timothée Kolodziejczak, auch Doucouré ist in seiner Muttersprache noch mit Abstand am besten unterwegs.

Alle 26 Profis sind gesund, eine ganze Einheit hat noch keiner verpasst. Wer einen Schlag abbekommen hat wie Hazard am Sonntagvormittag, der geht schon mal mit bandagiertem Sprunggelenk in den Bus, lacht dabei aber meistens schon wieder. In Gladbach hoffen weiterhin Ibrahima Traoré, Fabian Johnson, Patrick Herrmann und Nico Elvedi auf ein baldiges Comeback. "Auf die, die zu Hause sind, freue ich mich ungemein, weil sie die Konkurrenzsituation im positiven Sinne noch einmal verschärfen können", sagte Hecking. Wer den Einsatz in Marbella sieht, kann erahnen, dass es dann noch mehr zur Sache geht. 

 
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