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Bundesinnenminister Friedrich
"Salafismus ist Keimzelle des Islamisten-Terrors"

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich sieht eine große Gefahr in der Salafisten-Bewegung. FOTO: dpa, Kay Nietfeld

Berlin. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hält die muslimische Glaubensbewegung der Salafisten für eine Keimzelle des Islamisten-Terrors in Deutschland. "Die Salafisten liefern die ideologische Basis für viele, die dann gewalttätig werden", sagte der CSU-Politiker in einem Interview.

Auch außerhalb Deutschlands sei der Salafismus die dynamischste islamistische Bewegung, fügte der Innenminister hinzu. "Von seinen fanatischen Anhängern geht eine besondere Gefährdung für die Sicherheit Deutschlands aus. Nicht ohne Grund steht die Bewegung seit 2010 bundesweit unter besonderer Beobachtung unserer Sicherheitsbehörden", so Friedrich gegenüber der "Bild am Sonntag".

Der Salafismus ist nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes ein Sammelbecken für gewaltbereite Islamisten. Er hat in Deutschland rund 2500 Anhänger. Salafisten vertreten einen rückwärtsgewandten Ur-Islam und lehnen jede theologische Modernisierung ab. Sie vertreten diskriminierende Positionen gegen Frauen und bestehen auf deren Vollverschleierung.

Seit Wochen machen die Salafisten in Deutschland mit der Verteilung von kostenlosen Koran-Exemplaren von sich reden. Am Samstag traten sie erneut in Berlin auf. Trotz einer Kundgebung der rechtspopulistischen Partei Pro Deutschland gab es bis zum Mittag keine Zwischenfälle, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

In Solingen war es am vergangenen Dienstag bei einer Wahlkampfaktion der Splitterpartei Pro NRW zu Ausschreitungen gekommen. Die Rechtsextremen hatten Salafisten in der Nähe einer Moschee mit Karikaturen des Propheten Mohammed provoziert.

(dpa)
 
 
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