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Wesel
Initiative für freies WLAN in Sportanlagen

Genossen und Sportler auf Suche nach Empfang (v.l.): Hilmar Schulz, Ruth Freßman, Ulrich Marose, Dieter Jantz (WTV), Dieter Kloß (HADI), Ludger Hovest, Jürgen Lantermann (WfW und WSV) und Ulrich Hückelkempken (WSV) FOTO: Schubert

Wesel. Auch der Sport soll Zugang zu schnellen Internetverbindungen bekommen, sagen die Sozialdemokraten, bekommen Unterstützung von der Fraktion WfW und suchen Sponsoren. Mit dem Auestadion und den PSV-Plätzen soll's losgehen.

Allüberall schnelle Internetverbindungen sind heute so selbstverständlich, dass ihr Fehlen an bestimmten Orten schon fast als Skandal bezeichnet wird. So drastisch wollen es diejenigen, die gestern im Auestadion zusammenkamen, zwar sicher nicht formulieren, aber der Wunsch nach flotter Datenverarbeitung hat im Sport eine starke Berechtigung. Da geht es nicht nur um die Übermittlung von Ergebnissen bei Wettkämpfen. Es geht auch um blanke Kommunikation untereinander, um die Möglichkeiten, das Training mit Lehrvideos aus dem Netz unterlegen zu können, und um vieles mehr.

Die SPD hat das Thema aufgegriffen und eine Initiative gestartet: Die Verwaltung soll prüfen, inwieweit freies WLAN in den Weseler Sportanlagen installiert werden kann. Losgehen soll es mit dem Auestadion und den PSV-Plätzen.

Ludger Hovest, Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtrat, hatte dazu die Genossen Ruth Freßmann, Hilmar Schulz und Ulrich Marose mitgebracht. Hinzu kamen Dieter Jantz, Leiter der Leichtathletikabteilung des Weseler Turnvereins, Dieter Kloß von den Lauffreunden HADI Wesel sowie Ulrich Hückelkempken, Vorsitzender des Weseler Spielvereins, und sein Stellvertreter Jürgen Lantermann, der als Mitglied der Fraktion Wir für Wesel (WfW) auch gleich deren politische Unterstützung für das Vorhaben verkündete.

An der Wichtigkeit der technischen Aufrüstung ist kaum zu rütteln. Manche Verbände erwarten es gar, dass ihre Vereine Zugang zu zügigem Datenaustausch haben. "Sonst muss erst einer von uns nach Hause fahren", verdeutlichte Jantz die geforderte Dringlichkeit. Andernorts sei es bereits an der Tagesordnung, von Leichtathletik-Meisterschaften auch Live-Bilder ins Netz zu stellen.

Von den Kickern, so Hückelkempken wird erwartet, dass sie binnen einer Stunde Spielergebnisse an den Verband schicken. Wenn nur Text gefordert sei, ginge es noch so gerade eben. Aber bessere Verbindungen hätten auch ganz andere Vorteile. Zum Beispiel bei Turnieren, bei denen zeitgleich auf mehreren Plätzen gespielt wird. Akteure und Zuschauer sollten in Echtzeit über Spiel- und Tabellenstände auf dem Laufenden sein.

Technisches Vorbild für freies WLAN auf den Sportanlagen ist für die SPD das Modell der Infosäulen mit Hotspots, wie sie von der Stadt und Wesel-Marketing vom Berliner Tor bis zum Großen Markt in der Innenstadt installiert werden sollen. Zu ermitteln sei von der Verwaltung nun, welche Einrichtungen in den Stadien geschaffen werden müssten. Sponsernder Partner fürs RWE-Auestadion wäre besagter Versorger, der übrigens im Laufe des Jahres den neuen Namen Innogy hier verankern will. Dies teilte Hovest für den gestern verhinderten Hauptregion-Leiter Rainer Hegmann mit. Nächste Ansprechpartner wären die Verantwortlichen des Sparkassen-Stadions, wo der PSV Wesel beheimatet ist. Und dabei soll es nicht bleiben. Nach und nach solle im Rahmen der Beratungen über das Sportflächenentwicklungskonzept der Stadt über Standards für alle Weseler Stadien gesprochen werden, erklärte Hovest.

Quelle: RP
 
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