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Wermelskirchen
Klickis Idee "Bahnanschluss" findet breite Zustimmung

Wermelskirchen. StuV votierte einstimmig für den Prüfauftrag.

Zuerst war es nur eine kühn in den Raum gestellte Vision, inzwischen hat aber die Idee einer Reaktivierung der ehemaligen Bahntrasse richtig Fahrt aufgenommen. "Ich habe noch nie so viele Zuschriften erhalten wie auf diesen Vorschlag", sagte der Ideengeber, CDU-Fraktionsvorsitzender Christian Klicki, in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr (StuV). Dessen Mitglieder sprangen auf den Zug auf: Einstimmig wurde der CDU-Antrag beschlossen. Vorausgegangen war diesem Punkt ein eindrucksvoller Vortrag von Dr. Reimar Molitor über Zukunftsperspektiven und großen Herausforderungen für den den Mittelgebirgsraum mit dem Rheinischen-Bergischen Kreis jenseits der Wachstumsregion Rheinschiene.

Mit dem Beschluss wird die Verwaltung beauftragt, zu prüfen, ob eine Anbindung Wermelskirchens an den Schienenverkehr und ob eine Nutzung der Balkantrasse für ein alternatives, eng getaktetes Massenverkehrsmittel möglich sind. Die rechtlichen, finanziellen und faktischen Rahmenbedingungen sollen dabei berücksichtigt werden. Wie berichtet, erhofft sich Klicki, dass eine Machbarkeitsstudie über das Förderprogramm "Regionale 2025" mit finanziert werden kann. Allein auf das Verkehrsmittel "Bahn" möchte er seine Vision nicht beschränkt sehen. Auch ein Skytrain, eine Art Schwebebahn, oder selbstfahrende Fahrzeuge seien denkbar. Klicki wies darauf hin, dass Monheim autonom fahrende Busse bereits testet. Wichtig sei, sich mit der Zukunft der Mobilität auseinanderzusetzen. Er habe den Eindruck, dass das Dezernat "große Lust hat, das Projekt auf die Schiene zu setzen". Fürsprecher findet in allen Fraktionen.

Zwar räumte Henning Rehse (WNKUWG) ein, dass er nach dem Vorschlag "Bahntrassenreaktivierung" tief durchatmen musste, "es darf aber keine Denkverbote geben". Angesichts möglicher Widerstände von Balkantrassennutzern schlug er vor, auch zu prüfen, ob die Strecke montags bis freitags für den Busverkehr freigegeben werden könnte, während sie an Wochenenden als Radtrasse dienen könnte, "weil 90 Prozent der Radler am Wochenende fahren". Stefan Janosi (Grüne) betonte, dass der Radweg Balkantrasse nicht tangiert werden dürfe. Friedel Burghoff (Büfo) meinte, dass auch geprüft werden sollte, ob eine Bahntrasse notfalls nur bis Wermelskirchen geführt wird.

Quelle: RP
 
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