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In Neuss macht die Zahl 13 Geschichte

zuletzt aktualisiert: 31. Dezember 2012 - 17.02 Uhr
Die Zahl 13 in der Neusser Geschichte FOTO: woi
Neuss. Die 13 ist für Neuss sicher keine Unglückszahl. Denn wer zum Jahreswechsel Muße hat, in die Geschichte der Quirinusstadt zu blicken, der entdeckt, wie entscheidend diese Zahl für die Entwicklung der Stadt gewesen ist. Von Hanna Koch und Christoph Kleinau

Das Wichtigste vorweg: Das Schützenwesen gibt es in Neuss bereits seit Beginn des 13. Jahrhunderts. Zwar damals noch nicht so gut organisiert wie heute, und auch das Schützenfest entwickelte sich erst später. Doch das für viele Neusser so wichtige Brauchtum hatte zu diesem Zeitpunkt seinen Ursprung .

Das 13. Jahrhundert lässt sich auch bei einem Neujahrsspaziergang durch die Stadt wiederentdecken. Denn viele historische Gebäude in Neuss stammen aus dieser Zeit, allen voran das Quirinusmünster. Für die berühmte Neusser Kirche wurde im Jahr 1209 der Grundstein gelegt.

Auch viele weitere mittelalterliche Bauten stammen aus dem 13. Jahrhundert, etwa der Blutturm. Einst wurden dort Gefangene gefoltert, heute können Kinder in dem letzten erhaltenen Rundturm der Stadtmauer Ritter-Geburtstage feiern. Die Mauer verband den Turm in früheren Zeiten mit dem Obertor, einem weiteren Zeugnis aus dieser Zeit. Es ist eines von ursprünglich fünf Toren, die Zugang zur Stadt gewährten.

Doch auch der Blick in die jüngere Geschichte zeigt, dass Jahre mit der Zahl 13 durchaus Glück bringen können. So schrieb man das Jahr 1813, als die Preußen in Neuss einmarschierten und die französischen Besatzer in Neuss geradezu überrumpelten. Und es war das Jahr 1913 das dem damals 40 000 Einwohner zählenden Neuss die Kreisfreiheit brachte.

Gemessen daran muss im Jahr 2013 einiges passieren, um mit solchen Vorbildern mithalten zu können. Immerhin haben die Neuss-Düsseldorfer Häfen im vergangenen Jahr die "Rheincargo" gegründet, um mit dem neuen Partner Köln zu kooperieren – erste Erfolge könnten 2013 vermeldet werden. Vielleicht – wie 1913 – gar ein Umschlag-Rekord? Und das in einer Stadt, die in ihrer größten Ausdehnung, von Nord nach Süd ebenso wie von Ost nach West ziemlich exakt 13 Kilometer misst. Wenn das nicht ein gutes Omen ist...


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Quelle: NGZ/rl


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