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Neuss
Besucher des Appeltaate-Festes genießen spätsommerliches Wetter

Georg Martin (2.v.r.) schneidet mit Bürgermeister Breuer, Gastgeber Michael Möller und Schützenpräsident Thomas Nickel (v.l.) die erste Appeltaat an. FOTO: Woi

Neuss. Wenn der erste Bissen der herrlich saftigen Appeltaate im Mund landet, weiß der Neusser, dass die Sommeräpfel geerntet sind, das Schützenfest vorbei ist und bald der Herbst kommt. Das Wissen darum gehört zum traditionellen "Appeltaatefest" der Cornelius-Gesellschaft in Selikum genauso dazu, wie der erste öffentliche Auftritt der noch ungekrönten Neusser Schützenmajestät.

"Das war ein Leichtes für mich", sagte der designierte Schützenkönig Georg Martin auf die Frage, wie es ihm bei seiner ersten Amtshandlung ergangen sei. "Ich komme aus einer Konditorenfamilie und hätte auch den gesamten Kuchen aufteilen können, aber ich brauchte nur einmal anzuschneiden", erklärte Martin zur Ehrenappeltaate - und die hat immerhin einen Durchmesser von rund 70 Zentimetern. Ebendiese durfte er gemeinsam mit Bürgermeister Reiner Breuer und Schützenpräsident Thomas Nickel am Samstagvormittag unter den Klängen des Neusser Heimatlieds, gespielt vom Musikverein "Frohsinn" Norf, anschneiden. Mit den Ehrengästen aus Politik, Ehrenamt und Schützenwesen wurde die Appeltaate im Innenhof des Kinderbauernhofs verspeist. Wie immer frisch aus der Backstube der Norfer Bäckerei Soumagne, die noch weitere 420 Apfelkuchen für das zweitägige Fest geliefert hatte.

Zum Kinderfest am Nachmittag kamen rund 1500 Besucher. Die Kleinsten vergnügten sich im Kettenkarussell, Kinderfeuerwehrauto und beim Äpfelangeln. Schüler des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums sorgten dabei für die Betreuung. Auch der Hobby- und Künstlermarkt mit 20 Ausstellern am Sonntag war "ein voller Erfolg und ein schöner Abschluss meiner Tätigkeit als Vorsitzender", resümierte der erste Vorsitzende der Cornelius-Gesellschaft, Michael Möller, am Sonntagabend. Für ihn war das 47. Appeltaatefest sein letztes. "Ich bin stolz darauf, dass wir unser Fest jedes Jahr auf die Beine stellen und dass ich meinen Teil dazu beitragen konnte", sagte Möller, der seit 2014 Chef der Gesellschaft ist und aus beruflichen Gründen zurücktreten muss. Er erinnerte bereits zur Eröffnung des Festes daran, wie wichtig Vereinsarbeit und Ehrenamt für die Gesellschaft seien. Er kündigte zudem an, dass es bereits einen Kandidaten gebe, der seine Nachfolge antreten will, damit das Engagement für die Heimat und Gemeinschaft in dem Stadtteil im Neusser Süden weiter fortgeführt werden könne. Wer genau, werde erst im Januar bekanntgeben, aber es sei ein Selikumer, verriet Möller.

(ao)
 
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