Stadt Kempen Altkleider-Container bleiben stehen

Stadt Kempen · Die kommunale Sammlung von Alttextilien ist auch in Kempen ein Erfolg. Sie wird fortgesetzt.

Als der Abfallbetrieb des Kreises Viersen Ende 2014 den auf zwei Jahre angelegten Versuch angekündigte, war die Skepsis zunächst groß, ob der Kreis und die am Versuch beteiligten Städte Kempen und Willich sowie die Gemeinden Brüggen, Niederkrüchten und Schwalmtal damit nicht karitativen Organisationen wie dem Rotem Kreuz oder den Maltesern und den vielen ehrenamtlichen Sammlern wie Messdienergruppen Konkurrenz in einem damals schon hart umkämpften Geschäftsfeld machen würden. Dieses Skepsis ist inzwischen verflogen, denn - auch in Kempen - wurde vereinbart, dass St. Huberter Messdiener oder Malteser bei ihren Altkleidersammlungen nicht benachteiligt werden sollen. Die kommunale Sammlung zielt in erster Linie auf die vielen kommerziellen Sammler, die an vielen Stellen ihre Container aufstellen, um Alttextilien zu bekommen und weiter vermarkten zu können.

Ein Geschäft haben auch die an dem Versuch beteiligten Kommunen - seit diesem Jahr sind auch die beiden Städte Tönisvorst und Viersen mit im Boot - mit der Altkleidersammlung gemacht. Die Versuchsphase läuft zum Jahresende aus, ist aber aus Sicht der Kommunen so erfolgreich verlaufen, dass die Altkleider-Sammlung fortgesetzt wird.

Aus Sicht der Stadt Kempen stellt sich das Projekt so dar: Im Stadtgebiet verteilt stehen 20 blaue Depotcontainer im kreisweit einheitlichen Look. 2015 wurden hierüber im Schnitt pro Monat 7,72 Tonnen Alttextilien gesammelt, in diesem Jahr stieg die Sammelmenge leicht an. Im ersten Halbjahr kamen pro Monat durchschnittlich 7,93 Tonnen zusammen. Wie die Stadtverwaltung am Montagabend in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Planung und Klimaschutz weiter mitteilte, konnte durch die kommunale Altkleidersammlung nicht nur die Restmüllmenge in Kempen entsprechend reduziert werden, die Stadt nahm aus den Erlösen für die Verwertung der Alttextilien zusätzliches Geld ein, mit dem anteilig die Abfallgebühren gesenkt werden konnten. Für 2015 belaufen sich die Einnahmen aus dem Geschäft mit Alttextilien auf 10.200 Euro.

Die Stadt Kempen wird die Einsammlung und Beförderung der Alttextilien wie die anderen beteiligten Kommunen vertraglich an den Abfallbetrieb des Kreises Viersen, der dafür auch in der Testphase zuständig war, übertragen. Die bisher vom Kreis angemieteten Sammelcontainer werden vom Kreis-Abfallbetrieb gekauft. Die Abfuhr wurde an ein Unternehmen vergeben.

(RP)
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