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Düsseldorf
Exponate fürs Schumann-Museum

Exponate aus der Sammlung Robert und Clara Schumann FOTO: Pawlitzki, Helene

Düsseldorf. Die Stadt wünscht sich ein Robert- und Clara-Schumann-Museum - und das nicht ohne Grund: Mehr als tausend Exponate stehen bereit, um dem Publikum Einblick in das musikalische und das Alltagsleben der Schumanns zu geben.

Vielleicht ist es Aberglaube, eine Verbindung zwischen Gegenständen, Orten und Personen anzunehmen. Aber wer das zarte Tuch von Clara Schumanns Witwenschleier einmal aus der Nähe gesehen hat, dieses mehr als 160 Jahre alte Stück Stoff, und dazu ihr Altersporträt, das die Pianistin im schwarzen Schleier zeigt; und wer sich das alles auf der Bilker Straße vergegenwärtigt, wo Familie Schumann bis zum Tod Roberts 1856 lebte, spürt die Macht der Geschichte. Hier zwischen diesen Häusern muss eine besondere, künstlerisch inspirierende Stimmung geherrscht haben, die den Komponisten als Musikdirektor ins kleine Düsseldorf zog. "Die Stadt war zu dieser Zeit ein Hotspot für Musiker, Literaturen und Maler", bestätigt Christian Liedtke, Archivar des Heinrich-Heine-Instituts. "Diese Atmosphäre liegt hier geronnen zu Archivalien vor, die natürlich museal präsentiert werden wollen."

Mehr als tausend Objekte hat das Institut gesammelt - mit besonderem Augenmerk auf die Beziehung zwischen den Schumanns und Düsseldorfs berühmtestem Sohn, Heinrich Heine. Der schrieb die romantischen Gedichte, von denen Schumann viele vertonte. Das Heinrich-Heine-Institut besitzt neben wertvollen Handschriften auch eine komplette Sammlung der Erst- und Frühdrucke des Schumann'schen Werks. Doch Notenblätter sind nicht alles, was im Archiv schlummert: viele hundert Briefe, Kerzenleuchter, Reisebecher, der berühmte Schwanenfedermantel der Pianistin selbst oder auch das Diadem einer Sängerin, die Musik der Schumanns aufführte. Durchaus genug also, um ein Museum zu füllen.

Quelle: RP
 
 
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