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Attacke auf Unfallzeugin
Kampf den Clans

Fotos: Zeugin nach Unfall mit Kind in Düsseldorf angegriffen FOTO: Gerhard Berger

Meinung | Düsseldorf. Wer von seinen Bürgern Zivilcourage einfordert, muss auch Angriffe gegen helfende Zivilpersonen schärfer bestrafen. Damit würde der Staat den Gewaltbereiten Grenzen aufzeigen. Diese Grenzen zu schützen, bleibt Aufgabe von Polizei und Justiz.

Der scheidende Innenminister Jäger hat immer bestritten, dass es an Rhein und Ruhr No-Go-Areas gibt, in die sich die Polizei nicht traut. Unbestritten aber ist die Tatsache, dass in bestimmten Wohnvierteln der Städte Clans das Sagen haben, die glauben, sich über das Recht stellen zu können. Wer dort aneckt, sich einmischt oder anderer Meinung ist, wird schnell als Störenfried wahrgenommen und nicht selten abgestraft.

Spektakuläres Opfer war am Wochenende eine Frau, die in Düsseldorf-Flingern nach einem Verkehrsunfall schlichten wollte. Sie liegt mit gebrochener Augenhöhle im Krankenhaus. Zwei mutmaßliche Täter sind ermittelt. Die Bedrohung aber bleibt. Sie ist überall dort gegeben, wo Großfamilien, meist Zuwanderer, das vermeintliche Schutzbedürfnis ihrer Angehörigen über alles stellen. Die Gewaltbereitschaft ist groß, die Hemmschwelle gering. Das Strafmaß bestehender Gesetze schreckt kaum.

Um Polizisten, Feuerwehrleute und Sanitäter zu schützen, ist deshalb eine Verschärfung der Strafgesetze auf den Weg gebracht. Davon profitieren aber nur Helfer im öffentlichen Dienst, nicht jedoch hilfsbereite Bürger. Hier ist eine Ausweitung erforderlich: Wer Zivilcourage einfordert, muss auch Angriffe gegen helfende Zivilpersonen schärfer bestrafen. Damit würde bürgerliche Hilfsbereitschaft als hoher Wert anerkannt. Damit würden den Gewaltbereiten neuen Grenzen aufgezeigt.  Diese Grenzen zu schützen, bleibt Aufgabe von Polizei und Justiz.           

 
 
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